Andreas Heiber
heiber(at)arbeitundpflege.de
Gerd Nett
nett(at)arbeitundpflege.de
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Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass sich eine familienbewusste Personalpolitik für die Betriebe lohnt. Die Motivation der Mitarbeiter ist höher, für Bewerber wird der Arbeitgeber interessanter, auch Fehlzeiten werden reduziert. Zu einer familienbewussten Personalpolitik gehören neben Konzepten und Lösungen rund um die Versorgung von Kindern auch Angebote bei der Pflege von Angehörigen. Dabei wird die Pflege von Angehörigen ein wichtiges Zukunftsthema werden: nicht jeder hat Kinder, aber jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat Eltern, Großeltern oder andere hilfe- und pflegebedürftige Angehörige.
Zurzeit gibt es in Deutschland ca. 2,2 Mill. Pflegebedürftige sowie weitere ca. 3,5 Mill. vor allem ältere Menschen, die eine Hilfebedarf haben. Der größte Teil der Pflegebedürftigen (1,4 Mill.) wird weiterhin zu Hause versorgt. Diese Versorgung wird im Wesentlichen durch Angehörige sicher gestellt, immer öfter auch durch berufstätige Angehörige.
"Es gibt immer mehr Pflegepersonen im erwerbsfähigen Alter, die nebenbei erwerbstätig sind, und es versuchen immer mehr Pflegepersonen den Umfang ihrer Erwerbstätigkeit unverändert beizubehalten." (aus: AOK Trendbericht Pflege II, August 2009)
Die Versorgung von hilfe- und pflegebedürftigen Angehörigen wird zwar gesellschaftlich geschätzt, ist aber im Vergleich zur Versorgung von Kindern ein schwieriges Thema.
Mehrere Aspekte machen daraus ein besonderes Problem:
Geschäftsführer eines mittelständischen Betriebs im Rahmen einer Studie der Johannes Gutenberg - Universität Mainz 2006
Die Studie Familienpflege und Erwerbstätigkeit, Kurzfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen; Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Oktober 2006 im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz
Hier finden Sie die Studie der AOK vom August 2009 zu den Entwicklungen in der Pflegeversicherung seit deren Einführung: AOK Trendbericht Pflege II